Online Fachtagung

Der große Vorteil von Corona ist ja, dass man an viel mehr Veranstalltungen von Zuhause aus teilnehmen kann. So findet auch die Fachtagung des östereichischen Vereins „Natur im Garten“ online statt. Wer sich für die Schwerpunkte öffentliche Grünräume, Biodiversität und Torfersatz interessiert und am 25/26 November zeit hat, kann sich für die Veranstalltung noch bis zum 11.11.2020 unter dem folgenden Link kostenfrei anmelden.

https://www.naturimgarten.at/veranstaltung/11-internationale-fachtage-oekologische-pflege.html

Projekt Schaukasten

Unsere bisherigen Aushänge von laminierten Zetteln sind schnell gealtert und sind kaum noch lesbar. Als Ablösung sollte es einen Schaukasten geben, der nun endlich einsatzbereit ist. Glücklicherweise fanden sich dafür genug Reste und Dinge zum Recyceln, um während des Corona-Lockdowns loszuwerkeln: eine Glasscheibe aus einer alten Frühbeet-Abdeckung, verschiedene Paletten-Bretter, Lagerhölzer-Abschnitte, Schrauben und Scharniere. Offen blieb somit erst einmal nur die Befestigung im Boden. Ein direktes Eingraben der Balken im Boden würde bei dem Holz nicht lange halten. Daher haben wir zu Betonfüßen mit verzinkten Haltern gegriffen.

Also wenn ihr sehen wollt wie der aktuelle Lageplan aussieht, was unsere Ziele sind und wie ihr euch einbringen könnt, schaut doch mal am Schaukasten vorbei!

Betrachtet man die gewählte Lösung etwas genauer kann man zu folgender Abschätzung kommen:
ca 17 kg Zement * 587g CO2/kg Zement = ca 10kg CO2 (587g CO2/kg Zement nach VDZ / IBU (2017): Umwelt, Produktdeklaration (EPD) Durchschnittlicher Zement Deutschland). Es wurden weder die Metallhalter noch der Transport berücksichtigt, dafür aber auch nicht der Sandanteil in der Mischung, somit sollte die Größenordnung der Emissionen trotzdem stimmen.

Können wir das überhaupt mit der Bewirtschaftung unserer Fläche innerhalb eines Jahres kompensieren?
Das ist natürlich nur schwer zu sagen, da aber meiner Meinung nach sich unser Baumbestand akumuliert mit einer 23m hohe Buche vergleichen lässt, sollten sich dadurch ca 12,5kg CO2 pro Jahr speichern lassen. Das nützt natürlich nichts falls wir am Ende das Holz für Lagerfeuer nutzen…
Besser ist der Kohlenstoff kommt in den Boden und kann dort z.B. in Form von Humus Wasser und Nährstoffe halten. Unser Ziel ist demnach Anbaumethoden zu lernen, um genau das zu erreichen.

Eine emissionsärmere und somit besser zu der Idee der Naturoase passende Lösung für die Gründung, wäre die Verwendung von Pfosten aus Robinien-Holz. Diese sollen angeblich unbehandelt 40 Jahre in der Erde halten. Ich bin mir sicher, das nächste Projekt, in dem wir Robinien- oder Eichen-Pfähle nutzen können, lässt nicht lange auf sich warten 😉

vielen Dank an allen die bei diesem Projekt mit gewirkt haben!

Bodenanalyse

ca 10 Jahre lag die Fläche auf der sich nun die Naturoase befindet brach – also beste Bedingungen zum Gärtnern?

Leider reichen 10 Jahre nicht aus, um falsche Behandlungen Rückgängig zu machen. Die Pflanzen und Tiere brauchen viel mehr Zeit um Verdichtungen aufzulösen und ein bei Bestimmten Verunreinigungen hilft auch Warten nicht. Gerade eine Belastung durch Schwermetallen wäre fatal. Damit wir Klarheit über die Bodenwerte bekommen, haben wir eine Mischung verschiedener Proben vom Gemüseacker zur Analyse eingeschickt. Hier ist das Ergebnis:

Zwar ist die Menge der Schwermetalle in der eingeschickten Probe unterhalb der jeweiligen Grenzwerte, aber es wäre auch möglich das diese vereinzelt drüber liegen und es nur im Mittel passt. Auf jeden Fall ist der PH-Wert kritisch, da ein saures Milieu die Aufnahme von z.B. Blei in die Pflanzen begünstigt. vgl:

https://www.boden-fachzentrum.de/bodenqualitaet/schadstoffe-im-boden/schwermetalle-im-boden/blei-bodenbelastung

Fazit

Wir brauchen einen gesunden Boden! Dann wächst das Gemüse besser und gesünder 🙂
Daher wollen an die Empfehlung angelehnt Gesteinsmehl und Kalk gemeinsam kaufen, sodass ein jeder Gartenpate den Boden auf seiner Parzelle verbessern kann.

Wer trotzdem noch Bedenken bezüglich Schwermetalle hat, baut halt nur die Pflanzen an die wenig davon anreichern. Eine Übersicht dazu gibt es hier:

https://www.use-strict.de/anreicherung-schwermetall-nutzpflanzen/

Parzelle 7 – 2019

Ziel

Gemüseanbau in Mischkultur nach Magarete-Langerhorst

Flächenaufteilung

Beet 1: die südliche Hälfte
(Skizze folgt)

Gartentagebuch

  • 4. April: maschinell gemulcht + gegrubbert
  • Ende April: Beet 1 von Quecke befreit
  • 6. Mai: Beet 1: 4 Reihen vorgekeimte Kartoffeln (Blaue und Gelbe) flach gesät
  • 12. Mai Zwielen gesteckt, Sonnenblumen zu Kartoffeln gesät und mit der angerotteten Qucke gemulcht
  • 12. Mai Lupinen, Rhababar, Sonnenblumen, Winterwicke, Phacelia + Radieschen gemischt im Nörlichen Teil gesät und eingeharkt (auch auf Parzelle 4,5,6)

Ernte:
Die Kartoffeln sind normal groß geworden ob wohl sie nie extra bewessert wurden. Allerdings waren sie stark von Drahtwürmern befallen. Ein übliches Problem nach einem Wiesenumbruch. Die Zwiebeln sind leider alle vertrocknet.
-> Kartoffelanbau mit mulch und Sonnenblumen bewuchs kann funktionieren – aber nicht direkt nach dem Garten anlegen.

Von der im Mai gesähten Gründüngung vie Lupienen ist fast nur die Phacelia heraus gekommen – und auch im neuen Jahr ist sie von alleine aufgelaufen 🙂

Wir haben einen (Gemüse-)Acker

Es ist viel Passiert – alles grünt, wir sind viel im Garten und kommen nicht mehr dazu hier alle Fortschritte festzuhalten. Daher hier eine kurze zusammenfassung was bisher passiert ist:

  • wir haben einen Hochstämmigen heimischen Apfelbaum (Stahls Winterprinz), von der St. Marien Kirchengemeinde geschenkt bekommen und gepflanst
  • die Benjes-Hecke ist fertig
  • die Blechgarage ist freigeschnitten und repariert – unser Geräteschuppen
  • vor den beiden Schuppen wurde geplastert
  • der Boden ist für die Blühfläche vorbereitet
  • der Gemüseacker ist vorbereitet

Es gibt bereits Parzellen zum Mitgärtnern (mehr in eigenen Beitrag). Aber es gibt auch noch unverplante Parzellen – also melde Dich bei uns wenn du etwas ausprobieren möchtest.

Bedingungen zum Bestellen eines Beets:

  • nur für Mitglieder (nicht Mitglieder dürfen mitgärtnern – aber keine eigenen Projekte umsetzen)
  • biologisch bewirtschaften also kein Kunstdünger, kein Gift
  • führen eines „Gartenbuchs“ (damit auch nachfolgende Gärtner Fruchtfolgen einhalten können)
  • formulieren der Ziele (ist mitgärtnern erwünscht? wird eine spezielle Anbaumethode verwendet? gibt es einen Fokus auf spezielle Pflanzen? … )


Erster Arbeitseinsatz

Am 9. Februar durften wir uns an der Kopfweidenpflege am Rullstorfer Bahnhof beteiligen. Zusammen mit dem Waldkindergarten „Die Wurzelzwerge“ und der Jugendfeuerwehr Rullstorf haben wir dafür gesorgt, dass das Sichtdreieck wieder frei ist, die Kindergartenkinder Material für einen Weidenflechtzaun und wir Material für eine Benjes-Hecke haben.

Unsere Fläche

Der Pachtvertrag ist unterzeichnet! Hier sind Eindrücke des Grundstückes das wir gestalten wollen.